Der Laufstall – Babyknast oder sinnvolle Anschaffung?

Der Laufstall – Babyknast oder sinnvolle Anschaffung?

Der Laufstall – Babyknast oder sinnvolle Anschaffung?

5 (100%) 1


Babybettchen, Wiege, Wickelkommode und Kinderwagen – diese Dinge stehen bei der Babyausstattung ganz weit oben, aber wenn es um das Thema Laufstall geht, dann gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Viele kritisieren das Laufställchen und bezeichnen es sogar als Babyknast, die anderen sind der Meinung, dass sich der Laufstall positiv auf die motorische Entwicklung des Kindes auswirkt. Das Laufställchen hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile und bevor sich die Eltern für oder gegen den Kauf entscheiden, sollten sie beides gegeneinander abwägen.

Praktisch oder einfach nur bequem

Eltern, die ihren Nachwuchs in ein Laufställchen setzen, müssen sich nicht selten anhören, dass sie das nur aus Bequemlichkeit tun, da sie sich so nicht weiter um das Baby kümmern müssen. Viele Eltern haben deshalb ein schlechtes Gewissen und zweifeln an ihren pädagogischen Fähigkeiten. Auf der anderen Seite ist der Laufstall ein sicherer Ort für das Kind, wenn Mama oder Papa es kurzzeitig nicht beaufsichtigen können, weil vielleicht gekocht werden oder eine potenziell gefährliche Hausarbeit getan werden muss, wie zum Beispiel bügeln oder Fenster putzen. Für einen längeren Aufenthalt ist der Laufstall allerdings weniger geeignet.

Welche Vorteile hat ein Laufstall?

Es ist nicht nur die Sicherheit, die für ein Laufställchen spricht, Kinderärzte heben auch immer wieder hervor, dass die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten verbessern können. So sind die senkrecht verlaufenden Gitterstäbe eine optimale Hilfe, um sich daran hochzuziehen, wenn erste Versuche unternommen werden, auf eigenen Beinen zu stehen. Die Stäbe bieten einen sicheren Halt und wenn es mit dem Stehen noch nicht so gut klappen sollte, dann ist die Landung auf dem Po immer weich. Wenn das mit dem Stehen gut funktioniert, dann können die Kinder sich entlang der Stäbe hangeln und so ihre ersten eigenen Schritte machen.

Welche Nachteile gibt es?

Kinder haben naturgemäß einen großen Drang, sich zu bewegen und sie wollen ihre Umwelt erkunden. Beides wird sehr deutlich eingeschränkt, wenn das Kind einen längeren Zeitraum im Laufstall verbringen muss. Allerdings kommt es auch auf das Alter des Kindes an, denn Babys, die noch nicht sitzen und krabbeln können, sind im Laufstall sicher aufgehoben und sie können die Mutter oder den Vater jederzeit im Blick behalten. Bei Kindern, die bereits stehen und krabbeln können, wird das Laufställchen allerdings schnell zu klein und sie sollten daher nicht allzu lange dort sein.

Die Wohnung kindersicher machen

Kleine Kinder wollen die Welt entdecken und erobern, aber erst wenn die Kinder ins „Entdeckeralter“ kommen, dann erkennen die Eltern die vielen Gefahrenquellen, die es im Haushalt gibt. Da sind die Bücherregale, die ausgeräumt werden können, das zerbrechliche Porzellan oder die Gläser, die außerhalb der kindlichen Reichweite untergebracht werden müssen und Tausend andere Dinge, die nicht in Kinderhände gehören. Besonders gefährlich sind jedoch Treppen und hier können die Eltern mit den entsprechenden Gittern einen sehr sicheren Schutz aufbauen. Trotzdem können Eltern ihre Augen nicht überall haben. Wenn der Nachwuchs mal für einen Moment unbeaufsichtigt bleiben muss, dann ist ein Laufstall immer eine sehr gute Wahl. Laufställe gibt es in unterschiedlichen Größen von 75 x 75 Zentimetern bis zu 1,15 x 1,15 Meter und in verschiedenen Ausführungen. Praktisch sind die Modelle, die einen verstellbaren Boden haben, denn sie passen sich flexibel dem Wachstum des Kindes an. Wenn die Eltern mit dem Kind verreisen möchten, dann empfiehlt sich ein Modell, das zusammengeklappt werden kann und wenn das Laufgitter Rollen hat, dann können Eltern und Kinder immer im gleichen Raum sein.

Wenn die Wahl auf ein Laufställchen gefallen ist, dann sollte es nicht die kleinste Variante sein und es ist immer eine gute Idee, nicht das preisgünstigste Modell zu wählen, sondern ein Laufgitter mit Prüfsiegel zu kaufen.

Bild: © Depositphotos.com / daisy-daisy

Werbung

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Hier geht es zu weiteren interessanten Themen …

Ulrike Dietz

“Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

— Ulrike Dietz

Hinterlassen Sie einen Kommentar:

*

Alle Felder löschen