Kinder und die Angst vor dem Wasser

Kinder und die Angst vor dem Wasser

Kinder und die Angst vor dem Wasser

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Für viele Kinder ist die Berührung mit Wasser nicht nur eine große Herausforderung, sondern oft auch eine Qual. Diese Qual kann schnell auch zur Qual der Eltern werden, die sich jedes Mal aufs Neue überlegen müssen, wie sie die Kinder für das Wasser sensibilisieren oder ihnen sogar Freude für das Wasser vermitteln. Da das regelmäßige Duschen und Baden aber für die Reinigung und Gesundheit des Kindes gleichermaßen wie für ein glückliches und spaßiges Erwachsenwerden essentiell ist, sollten Eltern einige Kniffe anwenden, um den Kindern das Wasser auf natürliche Weise nahezubringen.

Warum haben Kinder Angst vor dem Wasser?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Es ist allerdings ein Muster zu beobachten, nach dem bei vielen Kinder allmählich eine Angst entsteht. Meistens sind es die ersten Eindrücke beim Kontakt mit dem Wasser auf der sensiblen jungen Kinderhaut, die auf Hitze und Kälte empfindlich reagiert. Schon wenn es den Kleinen nur ein bisschen zu heiß ist, kann eine Protesthaltung entstehen. Und dieser erste Eindruck setzt sich in der Psyche der Kinder fest. Ab diesem Zeitpunkt assoziieren die Kleinen das Wasser mit Schmerz, Aufregung, Panik und entwickeln eine Angst und Abwehrhaltung. Besonders das Haarewaschen, bei dem schnell einmal Seife in die Augen der Kinder geraten kann, wird als pure Zumutung empfunden. Das Baden endet dann oftmals in Tränen und einem großen Geschrei. Aber was hilft?

Lockeres Eingewöhnen an das Wasser

Es gibt viele Methoden, wie Kindern der Umgang mit dem Wasser erleichtert werden kann und wie man ihnen beibringt, dass das Baden, Duschen und Plantschen im Wasser sogar eine ganze Menge Spaß bringen kann. Das Wichtigste ist wohl, dass die Kinder langsam, mit spielerischen Kniffen an das Wasser gewöhnt werden. So hassen es besonders kleine Kinder, von den Eltern alleine gelassen zu werden. Setzt man sich mit den Kindern zusammen in die Wanne und genießt das Ganze dabei selbst, fängt an mit dem Wasser zu spielen und zu lachen, lassen sich die Kinder davon schnell anstecken. Auf diese Weise überträgt sich nicht nur der Spaß im Wasser, man vermittelt zugleich auch Vertrauen und Zuneigung durch den Kontakt mit dem Kind, dass sich, wenn es Angst bekommt auch einfach in die Arme der Eltern flüchten kann.

Spiele in der Wanne

Die Wanne eignet sich besser zum baden der Kinder, als die Dusche. Denn in die Wanne kann man sich gemütlich setzen, man bekommt keine dauernden Duschstrahlen von oben auf den Kopf und, was wohl das Wichtigste ist, man kann die Wanne in ein kleines Wasserspielparadies verwandeln. Die altbewährte Methode ist der Badeschaum: jedes Kind liebt den Schaum, ist fasziniert von seiner Materialität und findet es lustig, wenn die Eltern plötzlich einen Schaumbart oder Hüte aus kleinen Schaumblasen auf dem Kopf haben.

Weiterhin gibt es sogenannte Kindermalseife für die Badewanne, mit der die Kleinen die Fliesen bemalen können, während die Eltern am Waschen des Kindes sind. So sind die Kleinen abgelenkt und freuen sich sogar auf das nächste Bad. Und keine Sorge – die Seife lässt sich natürlich einfach wieder Abwaschen.

Wir oft muss gebadet werden?

Da die Kinderhaut wie bereits erwähnt extrem sensibel ist, sollte sie nicht jeden Tag gereinigt werden. Es wird allgemein empfohlen, dass man Kinder ein bis zweimal wöchentlich in die Wanne begleitet oder mit ihnen unter die Dusche steigt. Natürlich sind die täglichen Katzenwäschen bei Bedarf eine Ausnahme. Wichtig ist generell, dass man hautschonende Pflegeseifen für Kinder verwendet und darauf achtet, dass das Shampoo nicht in den Augen brennt. Auch eine Baby- oder Kindercreme, die das Austrocknen der Haut nach dem Bad verhindert ist zu empfehlen. Wenn man es richtig angeht, wird das Kind schon bald nicht mehr aus dem Wasser wollen!

Bild: © Depositphotos.com / evgenyataman

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David E.

David E. ist studierter Germanist und Philosoph, Autor und selbstständiger Texter. Er schreibt zu den verschiedensten Themenbereichen, ist flexibel und gerne bereit, sich in neue Themen einzuarbeiten.

— David E.

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