Wie Eltern mit trotzigen Kindern umgehen sollten

Wie Eltern mit trotzigen Kindern umgehen sollten

Wie Eltern mit trotzigen Kindern umgehen sollten

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Meistens geht es im Alter von etwas 3 Jahren los: Die Kleinen, die die Eltern bisher immer als extrem niedlich und süß und liebenswert angesehen haben, beginnen nun, sich gegen die Eltern zu stellen, oft zu widersprechen und sich in Trotzzustände zu begeben. Diese Trotzphasen bei Kindern sind nicht immer leicht zu verstehen und zu akzeptieren. Eltern müssen aber verstehen, dass die Trotzphasen bei Kindern dazugehören und von Zeit zu Zeit immer wieder kommen werden. Damit das Kind und die Eltern das Ganze ohne große Nachwehen überstehen, sollten vor allem Eltern einige Dinge im Hinterkopf haben.

Die Trotzphasen bei Kindern verstehen lernen

Die Trotzphasen bei Kindern gehören zum Alltag eines Kindes und lassen sich so schnell nicht tilgen. Sie können aber gemildert werden und es kann ein Verständnis für die Launen des Kindes aufgebracht werden. Zunächst sollten sich Eltern klarmachen, dass kein Grund zur Beunruhigung oder gar Angst besteht, wenn das Kind häufiger in Trotzphasen kommt, quängelt und meckert. Die Gründe für diese Phasen können ganz verschieden sein, meist sind sie aber sogar naheliegender, als Eltern oft denken. Diese sollten ganz einfach auf ihr Bauchgefühl hören – wer einen ersten Eindruck hat, was den oder die Kleine jetzt gerade stören könnte, liegt damit meistens richtig.

Falls man doch nicht genau weiß, was die Gründe für die Trotzphasen bei Kindern sind, sollte man sich fragen, ob es bestimmte Anlässe am heutigen Tag oder vor kurzer Zeit gab, die für die Verärgerung des Kindes gesorgt haben könnten. Vielleicht hat das Kind schon lange nichts mehr gegessen, vielleicht wurde etwas in Aussicht gestellt, was sich nun nicht erfüllt hat. Eventuell wurde das Kind auch geärgert oder gar gepiesackt, eventuell fühlt es sich nicht gut, ist müde und schlapp; vielleicht ist es traurig oder hat Angst. Wenn das Kind nicht auf die Nachfrage der Eltern eingeht, sollte versucht werden ganz bestimmte Gründe abzufragen. Ein Nicken werden Eltern wohl selbst während der Trotzphasen bei Kindern als Antwort bekommen. Schließlich wollen die Kleinen ja auch geholfen bekommen.

Was tun bei sehr jungen trotzigen Kindern?

Gerade sehr junge Kinder haben ihre Gefühle oftmals noch nicht im Griff. Sobald etwas sie stört oder ihnen Angst macht, wird das auch gezeigt – die Gefühle müssen raus und das Kind erwartet eine Reaktion, bzw. Hilfe durch eine Aufsichtsperson oder die Eltern. Die Trotzphasen bei Kindern in jungem Alter sind daher häufiger und heftiger, lassen sich meistens aber auch einfacher in den Griff bekommen. Denn für unmittelbare Probleme findet sich meist auch eine unmittelbare Lösung. Es sollte versucht werden, das Kind schnell aus der Situation herauszuziehen, damit es sich nicht hineinsteigert. Oft erscheint das Problem für das Kind größer, als es eigentlich ist. Genau das sollte vermittelt werden: Alles ist in Ordnung, Du hast keinen Grund zum Trotz. Auch Ablenkung hilft, vor allem wenn der Trotz sich durch ein Lachen ersetzen lässt. Dann ist die Negativität schnell beseitigt und das Kind hat das Vergangene schon wieder vergessen.

Richtiger Umgang mit Müdigkeit und Erschöpfung

Ganz oft sind Müdigkeit und Erschöpfungszustände die Ursachen für Trotzphasen bei Kindern. Die Quängelei wird dann meist zu einem anhaltenden Zustand, der sich erst auflöst, wenn das Kind ins Bett gebracht wird und endlich ausschlafen und sich erholen kann. Natürlich wird es sich auch dagegen sträuben, denn Kinder merken oftmals gar nicht sofort, dass die Müdigkeit der Grund ihrer Unausgeglichenheit ist. Wenn dann die Bettzeit ansteht, beendet diese die Trotzphasen bei Kindern vielleicht nicht direkt – sobald aber das Licht ausgeht, legt sich der Ärger ganz schnell von alleine und die Kleinen sind froh, endlich Ruhe zu haben. Falls Eltern ihr Kind ungerne in gereiztem Zustand alleine lassen, eignet sich eine Couch im Wohnzimmer, auf der das Kind in eine Decke gehüllt schlafen kann, während die Eltern noch leise miteinander reden oder Musik im Hintergrund läuft. So fühlt sich das Kind geborgen und schläft schneller ein, ohne groß zu meckern. Die Trotzphasen bei Kindern lassen sich so auf ein Minimum reduzieren und angenehmer ertragen.

Bild: © Depositphotos.com / KatarinaGondova

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David E.

“David E. ist studierter Germanist und Philosoph, Autor und selbstständiger Texter. Er schreibt zu den verschiedensten Themenbereichen, ist flexibel und gerne bereit, sich in neue Themen einzuarbeiten.

— David E.

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