So wird Wandern mit Kindern ein Erlebnis für die ganze Familie

So wird Wandern mit Kindern ein Erlebnis für die ganze Familie

So wird Wandern mit Kindern ein Erlebnis für die ganze Familie

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Kinder lieben es, in Bewegung zu sein und in der freien Natur viele tolle Abenteuer zu erleben. Wenn dann noch ein Lagerfeuer und ein Picknick dazukommen, dann schlagen alle Kinderherzen höher. Was liegt also näher, als einen Wanderurlaub mit der ganzen Familie zu machen? Wandern mit Kindern kann ein wunderbares Erlebnis sein, es kann aber auch in Stress ausarten, wenn die Wanderung nicht kindgerecht ist. Wer mit Kindern einen Wanderurlaub plant, der sollte die Ferien sehr genau planen.

Die Neugier der Kinder wecken

Wandern mit Kindern sollte möglichst abseits der bekannten Wanderwege stattfinden, da es dort es in der Regel wenig zu entdecken gibt. Besser ist eine Wanderung durch den Wald zu planen, denn der Wald beherbergt viele spannende Abenteuer und noch mehr Abwechslung. Es macht großen Spaß, über Baumstämme zu klettern, den vielen verschiedenen Vogelstimmen zu lauschen, die Fische in einem glasklaren Bach zu bewundern und unter schattigen Bäumen ein Picknick zu machen. Kindergartenkinder werden nicht müde, Blätter zu sammeln, mit denen zu Hause gebastelt werden kann, Fragen nach Pflanzen und Blumen zu stellen, und mit ein bisschen Glück lassen sich auch scheue Waldbewohner wie zum Beispiel ein Eichhörnchen sehen.

Wandern mit Kindern – die richtige Ausrüstung

Beim Wandern mit Kindern kommt es auch auf die richtige Ausrüstung an, vor allem wenn es durch Feld, Wald und Wiesen geht. Eine lange Hose ist immer die richtige Wahl, wenn es durch den Wald geht, denn dort lauern stachelige Sträucher, Hecken und auch Brennnesseln. Auch eine Regenjacke ist bei einer Wanderung Pflicht, ebenso wie feste, gut sitzende Schuhe und Socken, die nicht rutschen. Je nach Jahreszeit kommen ein T-Shirt, ein Sweatshirt oder ein Pullover infrage, und wer auf den sogenannten Zwiebellook setzt, der ist bei jedem Wetter immer richtig angezogen. Wenn die Kindern ihren Rucksack selbst tragen, dann ist es wichtig, dass er breite Schulterriemen hat, gut sitzt und nicht zu schwer ist. Bei den Wanderschuhen sollten die Eltern nichts dem Zufall überlassen und die Schuhe für die Kinder besser in einem Outdoor- oder Sportgeschäft kaufen.

Was gehört in den Picknickkorb?

Zum Wandern mit Kindern sollte auch immer ein zünftiges Picknick gehören, denn für Kinder ist das Essen im Freien eine sehr willkommene Abwechslung zu einem Essen zu Hause oder in einem Restaurant. Wasser sollte ebenso im Picknickkorb oder im Rucksack zu finden wie auch Butterbrote, kalte Frikadellen, hart gekochte Eier und frisches Obst. Geschirr und Besteck aus Kunststoff lassen sich leicht transportieren und bei der Picknickdecke sollte darauf geachtet werden, dass sie eine isolierte Seite hat, die vor der Feuchtigkeit des Waldbodens schützt. Wenn ein Bach in der Nähe ist, dann kann auch frisches Quellwasser getrunken werden und vielleicht gibt es auch einen Strauch mit Himbeeren, die zum Dessert natürlich köstlich schmecken.

Wie lange sollen die Wanderungen dauern?

Je nach Alter der Kinder sollte eine Wanderung nicht länger als einen halben oder maximal einen Tag dauern. Wandern mit Kindern in kleinen Etappen ist entspannter als eine große Tour mit maximal einer Pause. Wenn die Familie einen Wanderurlaub plant, sollte das Hotel oder die Ferienwohnung der Ausgangspunkt für die täglichen Wanderungen sein, mit Kindern mehrere Tage zu wandern und dabei im Zelt zu übernachten, ist für alle zu anstrengend. Wanderungen mit kleinen Kindern sollten nach Möglichkeit die Grenze von drei Stunden nicht überschreiten, denn Kindergartenkinder werden schnell müde und verlieren ebenso schnell auch das Interesse.

Wandern mit dem Baby

Wandern mit Kindern kann auch eine Wanderung mit dem Baby sein. Die Kleinen erleben die Tour dann aus der erhöhten Sicht einer Rückentrage und sie haben in den meisten Fällen sehr viel Spaß dabei. Hier ist es wichtig, dass die Touren nicht zu lang und nicht zu anspruchsvoll sind, denn das wird für den tragenden Elternteil schnell sehr strapaziös. Kleinkindern macht es besonders viel Freude, wenn ihnen Geschichten erzählt oder Lieder vorgesungen werden, die Eltern dürfen dabei ihrer Fantasie freien Lauf lassen und spannende Geschichten vom Wald und seinen Bewohnern erzählen. Bei Wanderungen mit Babys ist es zudem sehr wichtig, viele kleine Pause einzulegen, in denen sich das Kind bewegen sowie essen und trinken kann. Länger als zwei Stunden sollte die Wanderung mit einem Baby in der Rückentrage nicht dauern, denn sonst wird es für das Kind und die Eltern zu anstrengend.

Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

— Ulrike Dietz

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